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leerstehende Büro-/Gewerbeflächen für bezahlbaren Wohnraum nutzen

Adresse: 
Marcel-Breuer-Straße, Parkstadt Schwabing, Alte Heide - Hirschau, Schwabing-Freimann, Munich, Bavaria, 80807, Germany

Seit Corona haben viele Unternehmen die Erkenntnis gewonnen, dass Home Office besser und effizienter funktioniert als vor der Pandemie gedacht und dabei hohe Büromietkosten einspart.
Daher stehen Bürogebäude mittlerweile leer bzw. Firmen reduzieren gezielt ihre Büroflächen.

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung ist Remote Arbeiten die Zukunft.

Das bedeutet, Büro- und Gewerbeflächen werden nicht mehr in dem vorhandenen Ausmaß benötigt.
Diese Gebäude bzw. Flächen könnten genutzt werden, um neuen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ohne weitere Flächen zu versiegeln, Frischluftschneisen zu verbauen, Bäume zu fällen und damit das Klima und die Artenvielfalt zu schützen.

Rückmeldung: 

Antwort der Verwaltung

Guten Tag noplanetB,

haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir freuen uns sehr, dass Sie sich mit dem STEP2040 beschäftigt haben.

Die Corona-Pandemie hat uns über einen Zeitraum von mehreren Jahren gezwungen, viele unserer bisherigen Verhaltensweisen zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen. Dabei sahen sich viele Beschäftigte in der Situation, ihrer Arbeit nicht mehr am gewohnten Ort im Büro oder in der Firma nachgehen zu können, sondern zu Hause im Homeoffice zu arbeiten. Einige haben daran Gefallen gefunden und wollen auch in Zukunft zumindest an einigen Tagen der Woche diese Arbeitsweise beibehalten. Andere wiederum haben den Tag, an dem sie zu ihrem gewohnten Arbeitsplatz wieder zurückkehren und ihren Kolleg*innen wieder begegnen können, herbeigesehnt.

Noch ist nicht absehbar, wie nachhaltig die Pandemie unser Arbeitsleben verändern und Büro- und Gewerbeflächen im großen Stil für andere Nutzungen freigeben wird. Gerade in München übersteigt der Bedarf an diesen Flächen ersten Beobachtungen zufolge immer noch das Angebot bei weitem.

Die Landeshauptstadt München unterstützt grundsätzlich die Umstrukturierung hin zu Wohnraum im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass für Bürogebäude andere rechtliche Vorgaben greifen als für Wohngebäude. Dies gilt unter anderem für Schallschutz, Brandschutz oder gebäudebezogene Grünflächen. Kommunen wie die Landeshauptstadt München, haben keine Möglichkeiten, diese Vorgaben zu ändern oder Ausnahmen zuzulassen. Oft sind Abriss und Neubau daher die einzige realistische Möglichkeit für eine Veränderung. Dies kann aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten kritisch gesehen werden kann. Nicht zuletzt die Vorstellungen der Flächeneigentümer*innen und der involvierten Pächter*innen können eine Umnutzung von Büroflächen zu Wohnen erschweren.
Es ist also kein einfaches aber auch kein unmögliches Unterfangen, Büro und Gewerbe zu Wohnen zu entwickeln. Zu jeder Zeit wird sich die Stadtverwaltung bemühen, die Balance zwischen den unterschiedlichen Nutzungen und Interessen unserer Stadtgesellschaft zu halten.

Wir bedanken uns nochmals sehr herzlich für Ihren Diskussionsbeitrag zum STEP2040.

Hinweis: Die Rückmeldung wurde am 27. Juli 2022 um 14.08 Uhr eingestellt.

Hinweis: 

Hinweis der Moderation

Liebe Teilnehmende des Online-Dialogs,

iin der Folge der technischen Probleme wurde eine Dopplung zu diesem Beitrag eingestellt. Diese wurde im Verlauf des Online-Dialogs ausgeblendet. Da der ausgeblendete Beitrag jedoch bereits zwei Bewertungen erhalten hat, haben wir diesen wegen einer transparenten Darstellung nun wieder eingeblendet. Damit sind alle Bewertungen sichtbar. Hier finden Sie den eingeblendeten Beitrag.

Lesen Sie in dieser Information des Dienstleisters nach, wie es dazu kam und wie wir damit umgegangen sind.

Wir bitten die zwischenzeitlich entstandenen Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Viele Grüße,
Ihr Moderationsteam

Hinweis: Dieser Hinweis der Moderation wurde am 12. Mai 2022 um 12:02 Uhr eingestellt und zur besseren Sichtbarkeit im Ursprungsbeitrag platziert.

Kommentare

Bestehende Leerstände früherer Gewerbebauten sollte man unbedingt in Wohnungen umbauen, selbst wenn dies nicht ganz einfach ist. Da ständig nach mehr Wohnraum gefragt wird, ist dies die naheliegende Lösung. Grünflächen zu versiegeln, um Wohnraum zu erhalten, ist nicht mehr akzeptabel. Der Klimawandel verbietet Nachverdichtung und zusätzliche Versiegelung.
Im Gegenteil, es müssen Landschaftsparks und Landschaftsschutzgebiete erhalten oder geschaffen werden.

Die Umwandlung von (leer stehenden) Büroflächen ist organisatorisch - bürokratisch - eine echte Herausforderung, weil das noch nie durhgedacht wurde und noch nie gewollt war. Auch bautechnisch sind wohl viele Überlegungen nötig und es bvraucht vioel Sachverstand bei der Druchführung.Corona hat auch hier viel geändert! Aber der HAUPHINDERUNGSGRUND ist woh, dass man mit dem Leerstand Abschreibungen generieren, Steuern Sparen bzw. auch Geld verdienen kann!! Da müste der Hebel angestetz werden!

Eine Kommune bekommt das Recht über, den Wohnort zu entscheiden.
Wenn 20 Mitarbeiter zu einem Arbeitsplatz pendeln, wird der Arbeitsplatz eben verlegt, auf Anordnung und geht zu den mitarbeitern.
Welche Familie dann in einem Gewewrbehaus leben möcht ist eine andere Frage. Heizung und Kaltwasser die andere ???