28 - Barrierefreie Öffis
Jeder Bahnsteig in München ist barrierefrei zugänglich. Davon profitieren Blinde, Gehörlose, Mütter mit Kinderwagen oder Reisende mit (großem) Koffer oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Dabei ist berücksichtigt, dass die Zugänge für alle sicher benutzbar sind.
Zustimmung: 60
Leichte Bedenken: 17
Schwere Widerstände: 3
Bereits vorhandene EU-Vorschriften sind zum einen Grund für den Widerstand. Zudem bestand starker Widerstand gegenüber einer mittlerweile korrigierten, nicht genderkonformen Formulierung.
Kommentare
Rückmeldung der…
Rückmeldung der Stadtverwaltung (Mobilitätsreferat):
Barrierefreiheit ist unabdingbar für Inklusion und Teilhabe und ein Mehrwert für alle. Die Empfehlung werden sie in den zuständigen Fachrunden mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) sowie der Deutschen Bahn (DB) besprechen. Das Mobilitätsreferat steht in engem Austausch mit den zuständigen Verkehrsträgern.
Bei der Schaffung von barrierefreien öffentlichen Verkehrsmitteln handelt es sich um etablierte und standardisierte Planungs- und Sanierungsmaßnahmen. Im Nahverkehrsplan gibt es ein eigenes Kapitel, das sich mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt.
Ergänzung, 27. Mai 2026:
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) berichtet über Fortschritte im Bereich der barrierefreien Infrastruktur. Im Jahr 2025 lag die Verfügbarkeit der Aufzüge im U-Bahn-Bereich bei 95,88 %. Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen können den Status von Aufzügen und Rolltreppen über die Plattform MVG Zoom und die MVGO-App einsehen. Seit 2009 erneuert die MVG jährlich sechs bis neun Aufzüge, basierend auf ihrem Alter und ihrer Störanfälligkeit.
Um die Verfügbarkeit von Hubliften an Trambahnen zu verbessern, fand Anfang November ein Workshop mit Fachleuten statt, der Maßnahmen zur Reduzierung von Ausfällen erörterte. An bereits barrierefrei ausgebauten Haltestellen sind Hublifte nicht mehr erforderlich. Im Jahr 2025 wurden mindestens 21 Haltestellenkanten barrierefrei ausgebaut, was den Gesamtanteil auf 42 % der Münchner Haltestellen erhöht. Für 2026 und 2027 sind weitere 150 Haltestellenkanten geplant, allerdings unter Vorbehalt.
Die neuen Busse bieten eine zweite Stellfläche für Rollstuhlfahrer*innen, während mehrere Tramhaltestellen, darunter Isartor und Fürstenrieder Straße, ebenfalls barrierefrei ausgebaut wurden. Die U-Bahn wird kontinuierlich mit taktilen Elementen (tastbare Bodenleitsysteme/ Beschilderungen) und Aufzügen ausgestattet, und die Fahrgastinformation wird barrierefrei optimiert. Zudem wird an einer einheitlichen Stimme für Durchsagen gearbeitet. Bis Ende Februar 2026 sollen alle B-Wagen mit mobilen Faltrampen ausgestattet werden, um den Zugang zu erleichtern.
Die MVG engagiert sich kontinuierlich für die Verbesserung der Barrierefreiheit in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Verbänden. Alle Bahnhöfe sind barrierefrei zugänglich, und ein Nahverkehrsplan zur Barrierefreiheit wurde erstellt und fortgeschrieben.
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